„Medienspiegel - Preis für transparenten Journalismus“ 2025
Ziel ist es, die Selbstkontrolle, die Fähigkeit zur Selbstkritik und die Bereitschaft zur Transparenz in den Medien zu fördern und in der öffentlichen Wahrnehmung zu verstärken. Ausgezeichnet werden Veröffentlichungen, journalistische Produkte, Initiativen und Projekte, die in vorbildlicher Weise Arbeit und Entscheidungen des Mediums transparent erklären, oder die besondere öffentliche Aufgabe der Medien thematisieren, Abweichungen davon kritisieren oder besondere Potenziale im Bereich „Best Practice“ ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Die Veröffentlichung kann in verschiedenen Medien erfolgt sein: Print, TV, Radio, Video, Audio, digitale Medien. Dabei sind lediglich journalistische Arbeiten zugelassen, keine wissenschaftlichen Studien oder Buchprojekte.
Vorschläge aus dem Veröffentlichungszeitraum zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2024 werden bis zum 28. Februar 2025 angenommen. Einreichungen (möglichst in digitaler Form) sollen enthalten:
- Name, sowie ggfls. Funktion des Autors/in und evtl. des Vorschlagenden
- ggfls. eine kurze Begründung für den Vorschlag oder Erläuterung
- ein Exemplar (gern als pdf) der auszuzeichnenden Leistung, bzw. der Jury zugängliche Links, ggfls. auch der Berichterstattung darüber
Nicht nur die Autorin oder der Autor können Beiträge einreichen. Ebenso sind wir dankbar für Vorschläge von Mediennutzern oder entsprechende Hinweise auf interessante Beiträge im Sinne der Ausschreibung.
Die Beiträge, bzw. Vorschläge schicken Sie bitte bis spätestens 28. Februar 2025 per Mail oder wetransfer an info@initiative-tageszeitung.de, bzw. per Post an Initiative Tageszeitung, Leinwebergasse 4-6, 60386 Frankfurt, unter dem Stichwort „Medienspiegel“. Über die Einreichungen entscheidet eine unabhängige Jury von Fachleuten aus Medien, Wissenschaft und Medienethik.
Bisherige Preisträger
Seit 2016 wird der undotierte „Medienspiegel“ vergeben. Preisträger waren u.a.:
2016: Alena Jabarine für den Artikel „Kehrt um! (3.11.2015, ZEIT online), in dem die Autorin über die schwierige Situation berichtet, als sie plötzlich während einer Reportage über Flüchtlinge von der reinen Beobachterin zur Akteurin wird, in die Gefahr gerät, instrumentalisiert zu werden und schließlich scheitert.
2017: TV-Medienmagazin „Zapp“ für den Beitrag „Die Vertrauenskrise der Medien“, der über die Glaubwürdigkeitskrise der Nachrichtenmedien beleuchtet, alle Seiten zu Wort kommen lässt und sehr differenziert über die möglichen Ursachen berichtet.
2018: Michael Reinhard, Chefredakteur Main-Post, für den Kommentar „Soziale Netzwerke sind keine gute Quelle“, der eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Berichterstattung seines Blatts bietet und sich für nicht ausreichend geprüfte Übernahmen von Nachrichten aus sozialen Netzwerken entschuldigt.
2019: BuzzFeed News Deutschland für das Format „Unterm Radar“, in dem von den Recherchen der BuzzFeed-Reporterinnen und -Reporter berichtet, ein Blick hinter die Kulissen journalistischer Arbeit geboten und auch offen auf eigene Fehler hingewiesen wird.
2020: Mindener Tageblatt für die Publikation „100 Jahre Mindener Tageblatt“, die einen beeindruckenden Einblick in Arbeitsweisen und Entscheidungswege in der Redaktion bot, bei dem auch journalistische Grenzfälle und medienethische Herausforderungen nicht ausgespart wurden.
2021: Süddeutsche Zeitung für ihre Reihe „Transparenz 75“ und die anlässlich des 75-jährigen Bestehens aufgelegte Reihe „75 Fragen und Antworten“. Sonderpreise gingen an die Volontärsgruppe des Wiesbadener Kuriers/VRM für die podcast-Serie „Rheingehört“, an das Autorenteam Hadija Haruna-Oelker und Lorenz Rollhäuser für ihr Deutschlandfunk-Feature „Dekolonisiert euch! - Die öffentlich-rechtlichen Medien und die Migrationsgesellschaft“ sowie an die Schwäbische Zeitung für den Transparenz-Blog „Einsichten“.
2022: In diesem Jahr gab es zwei Preisträger: Die Main Post für ihre Berichterstattung über die „Messerattacke von Würzburg“ und die Braunschweiger Zeitung für den Podcast „Hinter den Zeilen“ von Tanja Reeve und Lukas Dörfler. Sonderpreise erhielten die Züricher NZZ am Sonntag für Peter Hosslis Beitrag „Die Flucht, die keine war“ und Martin Geiger vom Mannheimer Morgen für sein Essay „Haben wir da was falsch gemacht?“.
2023: Redaktion „anderseits“, Wien, für ihr inklusives Redaktionskonzept. Einen Sonderpreis wurde den „Grafschafter Nachrichten“ für ihre Transparenzblogs zugesprochen.
2024: Marie Blöcher und Kim Kristin Mauch vom NDR-Medienmagazin „Zapp“ für die Reportage: „Was zeigen?“. Einen Sonderpreis erhielt das Mindener Tageblatt für „Mindener Mediengespräche.