#VDMO
Vereinigung der Medien-Ombudsleute

Ausgesucht: aktuell und kritisch

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Die Herausforderung, das Grauen zu illustrieren, ohne Bilder von toten Kindern zeigen zu müssen"  Diskutiert wird im Journalismus in den USA derzeit noch intensiv, nachdem 19 Kinder und zwei Lehrer im Mai an einer Grundschule in Uvalde erschossen wurden: Sollen künftig, anders als bisher, Fotos von Opfern gezeigt werden? Würde das etwas bewirken? Es geht um zahllose Massaker, die das Land seit Jahren erlebt, und um den fortwährenden Streit um schärfere Waffengesetze. Hier Aussagen aus den Diskussionen, die unter die Haut gehen können. Dazu eine kluge Beurteilung von Susie Linfield, die in New York Kulturjournalismus lehrt ...

Oberpfalzmedien. Leseranwalt Jürgen Kandziora: "Leserbriefschreiber sind nicht gegen Kritik gefeit"  Die Ukraine sollte auf den Donbass und die Krim verzichten, so stand es in einem Leserbrief. Ein Weidener ärgerte sich darüber. Er könne die Veröffentlichung „nicht gutheißen“, teilte er uns mit. Dazu sind Meinungsfreiheit und Toleranz - zwei gute Stichworte. Wie groß ist unsere Toleranz, Aussagen von Menschen zu ertragen, deren Sicht nicht die unsrige ist? Nicht selten nicht allzu groß, stelle ich in meiner täglichen Arbeit fest. Dazu und zur Rolle der Zeitung gibt beispielhaft einiges zu erklären ...

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Die Fleißarbeit eines Lesers zeigt eindrucksvoll den Gemeinsinn einer freien Mitarbeiterin"  Ein Leser hat mir in bester Absicht eine gehaltvolle statistische Fleißarbeit geschickt. Ich danke ihm dafür, denn er rückt damit bemerkenswerte Erkenntnisse ins Blickfeld. Der Mann hat "honorarfreie Erzeugnisse" professioneller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statistisch festgehalten. Dazu hat er die Ausgaben seines Lokalteils zwei Monate ausgewertet – und das trotz der mahnenden Frage seiner Frau, ob er nichts Sinnvolleres zu tun habe. Als langjähriger Rentner nehme er sich eben diese Freiheit, lässt er mich wissen. Und ich bin froh darüber. Er ermöglicht auch mit einem Einzelbeispiel den Blick auf den Medienwandel ...

Wilhelmshavener Ztg../Jeversches Wochenblatt. OmbudsNews Helmut Burlager: "Staatsknete für die Zeitungen"  Der eine Satz klingt harmlos. Der andere auch, aber nur auf den ersten Blick. „Freie und unabhängige Medien sind in einer Demokratie unverzichtbar“, lautet der erste. Der zweite: „Wir wollen die flächendeckende Versorgung mit periodischen Presseerzeugnissen gewährleisten und prüfen, welche Fördermöglichkeiten dazu geeignet sind.“ So steht es im Koalitionsvertrag, den SPD, Grüne und FDP 2021 unterschrieben haben. Ein vorsichtiger Satz. Das ist kein Zufall. Weil die Freiheit und Unabhängigkeit der Presse sich nicht mit einer Subventionierung durch den Staat verträgt, sagen Kritiker. Erfahren Sie mehr zu diesem Thema ...

Der Journalist. Benjamin Piel: "Läuft die Durchökonomisierung journalistischer Inhalte heiß"  Haben wir uns auf einen Irrweg begeben? Sind wir in der Überzeugung, das Richtige zu tun, auf einen Weg geraten, der vorgibt, in die Zukunft des Journalismus zu führen? Wenn wir nicht aufpassen, passiert das Gegenteil. Die Durchökonomisierung journalistischer Inhalte träufelt Datenauswertungen in die Adern von Medienleuten, die süchtig gemacht werden nach der scheinbar heilsbringenden Botschaft: Dein Text hat sich gut verkauft, er hat viele interessiert! Das hast du gut gemacht und und wage nicht, einen Text abzuliefern, der nicht funktioniert! Doch selten hat eine Innovation im Journalismus so sehr nach Verantwortung verlangt. Die Dosis macht das Gift. Das Ergebnis ...

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Warum ein satirisches Toilettenmotiv zur Geschmackssache wird"  Leser H.B. empfindet tiefe Verachtung für die Karikatur auf der Meinungsseite in der Pfingstausgabe vom 4. Juni 2022. Ein Cartoon, "der den auf dem Sch…haus sitzenden Viktor Orban" zeigt – und das, wie H.B. mir schreibt, nicht nur wegen seiner Gedanken zu Pfingsten. Beschämend sei das Bild ob der "selbstbezeichneten Werte" seiner Zeitung, der Schweinfurter Volkszeitung. Sie ist im Titel auch als christlich bezeichnet. Ich schreibe darüber, wie sich das erklären lässt ... 

Oberpfalzmedien. Leseranwalt Jürgen Kandziora: "Sexuelle Belästigung: Herkunft des Täters nicht genannt"  Es ging um eine Meldung mit der Überschrift: "Mehrere Frauen in Regionalzug sexuell belästigt". Sie rief Leser J. B. auf den Plan. "Schon wieder ein unvollständiger Bericht im NT!", schrieb er mir verärgert. "Zum wiederholten Male" würden wir in einem Artikel die Staatsangehörigkeit nicht erwähnen, obwohl sie uns "mit Sicherheit" bekannt sein müsste. "Andere Medien, z. B. die ,Frankenpost', nennen die Staatsangehörigkeit interessanterweise schon. Meine Antwort an J. B. begann ich mit dem Hinweis, dass es in der Regel nur bei schweren Straftaten beziehungsweise in besonderen Fällen angebracht ist, die Nationalität zu erwähnen. Aber ich habe zur Begründung noch mehr erklärt ...

Wilhelmshavener Ztg../Jeversches Wochenblatt. OmbudsNews Helmut Burlager: "Nur ein paar Buchstaben"  Eine Umbenennung, die Anfang Juni in Berlin beschlossen wurde, macht das Ende einer Ära deutlich und kündet vom Beginn einer neuen. Der „Verband Deutscher Lokalzeitungen“, dem auch unser Verlag angehört, heißt jetzt  „Verband Deutscher Lokalmedien“. Der Kongress des VDL hat damit nicht nur anerkannt, dass dem Digitalen die Zukunft gehört, er hat auch Medien die Tür zur Mitgliedschaft geöffnet, die ihr lokales Publikum nicht mit Gedrucktem erreichen, sondern über E-Paper, Internetportale, Videokanäle, Podcasts, Newsletter oder andere Verbreitungswege.  Auch der Bundeskanzler hat seine Meinung beim VDL gesagt ...

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Toni Kroos provoziert die Frage nach der Kritikfähigkeit von Journalisten"  Sind Journalistinnen und Journalisten kritikfähig? Darüber lässt sich trefflich streiten. Als Einstieg dazu blicken wir auf Toni Kroos' umstrittenen Abgang aus dem Live-Kurz-Gespräch des ZDF-Journalisten Nils Kaben direkt nach dem von Real Madrid mit Kroos gewonnen Champions-League Finale gegen Liverpool. Kaben erwartet Respekt. Zu der Diskussion darüber gebe ich aber nicht auch noch mein Urteil ab. Ich nehme den Vorfall lieber zum Anlass, mal wieder nach der Kritikfähigkeit von Journalistinnen und Journalisten zu fragen. Damit verweise ich auf eine Studie ...

Wilhelmshavener Ztg../Jeversches Wochenblatt. OmbudsNews Helmut Burlager: "Es kann nicht bunt genug sein"  Ich bin Arbeiterkind. Dass ich Redakteur werden konnte, habe ich einer glücklichen Fügung zu verdanken. Aber darum soll es hier nicht gehen, sondern darum, dass Arbeiterkinder es immer noch schwerer haben als andere, in den Journalismus zu kommen. So wie auch Menschen aus Zuwandererfamilien oder Menschen mit „anderer“ sexueller Orientierung. Das zeigen wissenschaftliche Untersuchungen. Beklagt wird ein Mangel an Diversität in den Redaktionen. Der klassische Journalist bei einer Tageszeitung kommt aus einem akademisch geprägten, gutsituierten Elternhaus, aus dem Milieu des Bildungsbürgertums, und ist hetero. Aber es gibt schon Verbesserungen ...

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Warum die Bibel für unabhängige Journalisten nicht bindend ist"  Mit Respekt vor gläubigen Menschen und ihrer jeweiligen Religion halte ich fest: Auch Inhalte der Bibel oder anderer religiöser Werke dürfen kritisiert und neu gedeutet werden. Sie sind keine Gesetze, die unabhängige Journalistinnen und Journalisten binden können. Fehlanalysen können an den Schriften objektiv schwerlich festgemacht werden. Religionsfreiheit schützt nicht nur die Religionsausübung, sondern auch vor Religionen. Niemand muss sie und ihre Lehren annehmen. Eine Erklärung ...

Oberpfalzmedien. Leseranwalt Jürgen Kandziora: "Schleichwerbung ein Verstoß gegen den Pressekodex"  Eine Doppelseite im Magazin der Wochenendausgabe 30. April/1. Mai über ein Architekturbüro nahm Leser G. S. zum Anlass für eine "generelle Frage". Ab und zu, so schrieb er mir, würden in unserer Zeitung "auch Lobeshymnen über andere große Unternehmen der Region" erscheinen. "Etwas polemisch gefragt: Wo hört für den ,Neuen Tag' kritiklose Berichterstattung auf und fängt Werbung an? Wie entscheiden Sie, welchen Unternehmen Sie großformatige, freundliche Berichte widmen?", wollte der Leser wissen. Vorab habe ich G. S. mitgeteilt, dass ich bei der Architekten-Geschichte keine Schleichwerbung erkenne. Hier die Erklärung warum ...

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Wie Sie helfen können, auf vergessene Nachrichten aufmerksam zu machen"  Liebe Leserinnen und Leser, haben Sie in den journalistischen Angeboten dieser Zeitung und auf mainpost.de etwas vermisst, das Sie für wichtig erachtet haben? Für große Medien in diesem Land, die sogenannten Massenmedien, finden das alljährlich Medienwissenschaftler, Journalistinnen und Experten aus Vorschlägen der Bevölkerung für die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) unter dem Titel "vergessene Nachrichten" heraus. Ich frage: Haben diese Informationen auch hier gefehlt? Die INA wartet auf "blinde Flecken", ebenso wie ihre zuständige Lokalredaktion.

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Warum Satire vor religiösen Festen nicht Halt machen muss" Für einen satirischen Meinungsbeitrag am Ostersamstag vergibt ein Leser das Prädikat "unterste Schublade". Eine Leserin unterstellt dem Autor gar die "Sensibilität eines 'Hoppelhasen'", über dessen Niveau er intellektuell kaum hinausgekommen sei. Warum die eigentliche Botschaft bei bei Leserin und Leser nicht angekommen ist ...

Wilhelmshavener Ztg../Jeversches Wochenblatt. OmbudsNews, Helmut Burlager: "Seine legendären Leserbriefe werden wir vermissen" Leserbriefe sind ja nicht nur ein wunderbares Feedback für die Arbeit der Redaktion und nicht nur ein Forum für demokratische Debatten. Sie dienen hier und da auch dem Ego der Schreiber. Und das ist nicht einmal negativ gemeint. Redaktionen gehen unterschiedlich mit Leserbriefen um. Manche drucken nur eine kleine Auswahl ab, manche kürzen sie auf drei oder vier markante Sätze zusammen. In einem Haus gibt es eine eigene Redaktion nur für Leserzuschriften, im anderen geht alles über den Tisch des Chefredakteurs, im dritten bleibt es dem Zufall überlassen, von wem ein Leserbrief bearbeitet wird und ob er erscheint. Dazu etwas, was besonders beeindruckt hat... 

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Wenn Berichterstattern im Prozess um die Messerattacke Verteidigung des Täters vorgeworfen wird"  Das Verfahren gegen den Messerangreifer, dem dreifacher Mord und elffacher Mordversuch vorgeworfen werden, stößt bundesweit auf starkes Interesse. So gab es schon eine Menge Veröffentlichungen zur Bluttat vom 25. Juni 2021 in Würzburg. Nun aber gilt es für Journalisten, zu schildern, was in der Verhandlung zu hören und zu sehen ist. Dass schon die bisherigen Veröffentlichungen selbst bei größter Sachlichkeit in der Leserschaft dazu Erwartungen und Gefühle wecken, ist kaum zu vermeiden. Ein Leser macht seine deutlich, indem er den Autoren der ersten Verhandlungsberichte "Gutmenschpopulismus und Euphemismus" vorwirft, Beschönigungen wie "Messerangreifer" und "Messerträger" für jemanden, der Frauen abgestochen, ja abgeschlachtet habe. Er schimpft, "Täterschutzoptimierer und Opferverhöhner bzw. Angehörigenverächter" seien auf der Titelseite unterwegs gewesen. Dazu gibt es einiges zu erklären ...

Initiative Nachrichtenaufklärung/Deutschlandfunk. Was in den Medien fehlt: "Die vergessenen Nachrichten 2022"  Eine Liste von zehn Themen, die in den vergangenen zwölf Monaten stark vernachlässigt wurden, wurde am 22. April 2022 vorgestellt. Die Themen hat auch in diesem Jahr wieder eine Jury aus Medienwissenschaftlern, Journalisten und Experten ausgewählt. Ausgangspunkt sind Vorschläge aus der Bevölkerung. Per E-Mail, Post oder Webformular können bei der Initiative Nachrichtenaufklärung auch jetzt bereits wieder vernachlässigte Nachrichten für das kommende Jahr vorgeschlagen werden. Studentinnen und Studenten an mehreren deutschen Hochschulen überprüfen dann, ob die Themen und Nachrichten zutreffend sind und ob sie tatsächlich von den Medien vernachlässigt wurden. Alle Themen, die diese Kriterien erfüllen, werden dann der Jury vorgelegt. Diese entscheidet dann, welche der Themen sie für besonders relevant hält.

Columbia Journalism Review. Mark Hertsgaard und Kyle Pope: "Tag der Erde und die Sichtweise der Medien"  Am ersten "Tag der Erde" 1970 scheuten sich die amerikanischen Fernsehsender nicht davor, zu den Nachrichten des Tages Stellung zu beziehen. CBS News produzierte ein Special, das seine Flaggschiff-Abendsendung eröffnete, in der der Biologe Barry Commoner einer Menschenmenge sagte: „Dieser Planet ist von Zerstörung bedroht …. Wir befinden uns in einer Überlebenskrise.“ CBS und ABC widmeten praktisch ihre gesamten Sendungen der Earth Day-Geschichte, wobei Korrespondenten in Berichten aus New York, Boston, Washington, Chicago, Denver, Albuquerque und St. Louis die Geißeln der Luft- und Wasserverschmutzung betonten. Und heute: Es ist tragisch, dass die Behandlung der Umweltgeschichte durch die Medien bis vor kurzem in allen erdenklichen Maßstäben gegenüber vor fünfzig Jahren zurückgegangen ist: weniger Dringlichkeit, weniger Raum, weniger Sendeminuten. Ein großer Teil des Problems war das Gefühl unter Journalisten – wieder bis vor kurzem – dass eine aggressive Berichterstattung über die Klimageschichte irgendwie Aktivismus ist und dass die Berichterstattung über die Aktivisten, die auf Veränderungen drängen, ein parteiischer Akt ist.

Oberpfalzmedien. Leseranwalt Jürgen Kandziora: "Berichterstattung über Selbsttötung: So verfahren wir"  Suizid auf der Schiene. „Als Presse haben Sie auch hier die Pflicht, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, was geschehen ist“, meint ein Leser. Falsch. Auf die näheren Umstände gehen wir aus guten Gründen auch hier nicht ein. Nur so viel: Ja, es kam Mitte Februar im Stadtgebiet von Weiden zu einem Suizid auf einem Bahngleis. Die Lokalredaktion berichtete nicht darüber. Dafür gibt es gute Gründe ...

Augsburger-Allgemeine. Christina Brummer interviewt Frederik von Castell von "Übermedien" zu Bildern von Toten und die Macht des Zweifels: "Langsamkeit muss in die Redaktionen zurückkommen".  "Gerade am Anfang des Krieges hatte ich den Eindruck, dass es eine sehr eilige Berichterstattung gab. Dass man vieles gezeigt hat, was zu diesem Zeitpunkt nicht überprüfbar war und in ein bestimmtes Narrativ gepasst hat. Das war die Erzählung von: 'Russland kann keinen Krieg, da liegen Panzer ohne Benzin, da werden ganze Panzerbrigaden von Zivilisten aufgehalten.'" Die Debatte über die Frage, welche Bilder man zeigen soll, werde zu wenig geführt ...

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Symbolfotos dürfen Nachrichten nicht zu stark befeuern"  Es fällt Ihnen gewiss auch auf: Manche Fotos zu Texten sind nicht aktuell, sondern dem Archiv entnommen. Mit möglichst passenden Motiven wird visuell auf ein Thema aufmerksam gemacht, gelegentlich indem man mit einer Assoziation, einer gedanklichen Verknüpfung, hinführt. Man spricht dann generell von Symbolfotos. Häufig wird bei zeitnah verbreiteten digitalen Meldungen ersatzweise darauf zurückgegriffen. Denn Illustrationen sollen nicht fehlen, sie schaffen Aufmerksamkeit. Mehr über die redaktionelle Verantwortung, die damit einhergeht und einen Fehlgriff ...  

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Auch Reaktionen auf Selenskyjs angegriffenes Aussehen sind eine Nachricht"  Ein Leser schreibt mir: "Von Journalisten und meiner Zeitung erwarte ich Fakten und gut recherchierte Informationen, nicht mehr und nicht weniger." So kritisiert der Mann den Kurzbericht in der Zeitung "Besorgnis über Selenskyjs Aussehen/Krieg hinterlässt Spuren in den Gesichtern" mit einem Foto, das den ukrainischen Präsidenten mit einem wohl bereits vom Krieg gezeichneten Gesicht zeigt. Der Bericht zeigt allerdings, es geht um viel mehr als um Grafiken von Truppenbewegungen und die Dokumentation der damit verbundenen Gräuel und Zerstörungen im Krieg. Wir sind längst Beteiligte ... 

Wilhelmshavener Ztg../Jeversches Wochenblatt. OmbudsNews, Helmut Burlager: "Hinterher ist man immer klüger"  „Wir werden uns alle viel verzeihen müssen.“ Was Gesundheitsminister Spahn zu Beginn der Corona-Pandemie mit Blick auf zu befürchtende Fehlentscheidungen sagte, gilt bis heute. Schließlich sind fast alle Menschen vom Ausmaß und der Wucht der Seuche überfordert worden. Auch die Medien waren auf so etwas nicht vorbereitet. So schreibt der Ethikrat: „Massenmedien (…) haben gerade in Krisenzeiten die für eine republikanisch verfasste Demokratie unverzichtbare Aufgabe, das strittige Für und Wider von Maßnahmen in einer räsonierenden Öffentlichkeit hör‐ und sichtbar zu machen.“ Und weiter ...

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Warum man bei der Veröffentlichung von Fotos von Kriegsverbrechern und von Opfern gut abwägen muss"  Diese Redaktion sollte es sich nach Ansicht eines Lesers sparen, den Leuten, die mit negativer "Großmannssucht" in Geschichtsbücher drängen, viel Platz einzuräumen. Der Leser meidet den Namen desjenigen, der am 8. März mit einem großen Bild in der Main-Post abgedruckt war. Weil er stattdessen über den "Napoleon von Moskau" schreibt, ist klar, dass er Putin meint. Aber es geht um mehr, es geht auch um die journalistische Tugend des Verzichts ...

Süddeutsche Zeitung. Anna Ernst: Berichten im Krieg. Wie man weitermacht.  Zahlreiche Journalisten, die nun in Eriwan oder auch im georgischen Tiflis ankommen, wollen versuchen, die Bevölkerung in der Heimat weiterhin mit unabhängiger Berichterstattung aus dem Exil heraus zu versorgen. "Wir erleben, dass Journalisten und teilweise ganze Redaktionsgemeinschaften nun eigentlich weiterarbeiten wollen", sagt Christian Mihr von Reporter ohne Grenzen. Doch es gibt Hürden: Oft ist sind technische Unterstützung und Ideen für neue Formate nötig, um Russlands Online-Zensur umgehen zu können. Vor allem aber fehlt es an schnellem, flexiblem Geld, um im Exil eine neue Redaktion aufzubauen, wenn die bisherige Finanzierungsstruktur zusammengebrochen ist. "Viele, viele Anfragen" würden derzeit bei seiner NGO eingehen, sagt Mihr ...

Wilhelmshavener Ztg../Jeversches Wochenblatt. OmbudsNews, Helmut Burlager: "Flagge zeigen für die Ukraine"  Ein blau-gelber Zeitungstitel ist schnell gemacht, eine Spendenaktion leicht organisiert, mit sowas hat man ja Erfahrung. Berichte über die vielen Hilfsaktionen und ans Herz gehende Geschichten über geflüchtete Menschen sind jeder Redaktion, die seit zwei Jahren ihre Themen hauptsächlich aus der Corona-Lage generierte, unbedingt willkommen. Und die Leser lechzen nach Informationen. „Kriegszeiten sind Nachrichtenzeiten“, sagte die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Margreth Lünenborg von der Freien Universität Berlin kürzlich in einer Diskussion mit den Mitgliedern der Vereinigung der Medienombudsleute in Deutschland (VDMO). Doch über den Krieg zu berichten, erfordert nach ihrer Einschätzung ein besonderes Verantwortungsbewusstsein. Dem würden die Medien überwiegend gerecht, es gebe aber auch Defizite....

Main-Post. Leseranwalt Anton Sahlender: "Warum die Redaktion ihren Blick auf Spargel und Erdbeeren erweitern will"  Leser fragen: "Ist dieses Wassergemüse für Ihre Zeitung besonders wichtig oder sind Spargel und Erdbeeren systemrelevant?" Die Kritiker, die mir keine Namen, aber eine Mail-Adresse nennen, werden deutlich: "Vielleicht möchten Sie überdenken, ob Sie diese willfährige und wohlwollende Berichterstattung (…) kritischer gestalten könnten." Selbstkritik an der bisherigen Berichterstattung war vor dieser Zuschrift in der Redaktion ebenfalls aufgekommen, deshalb ...

Mindener Tageblatt. Omudsmann Matthias Kalle: "Bei der Arbeit statt in der Schlacht"  Es gibt einen berühmten Ausspruch, demnach das erste Opfer eines Krieges die Wahrheit sei. Ich glaube, dass dieser Satz nicht stimmt, obwohl er ja eigentlich nur vor gezielter Desinformation warnen will, vor Propaganda, vor Lügen, vor der Unzuverlässigkeit von Bildern und Nachrichten. Die ehemalige Kriegsreporterin Carolin Emcke, die unter anderem 1999 aus dem Kosovo berichtet hat, beschreibt in ihrem neuen Buch „Für den Zweifel“ ihre Arbeit so: „... dass es Erfahrungen geben kann, die sich nicht sofort beschreiben lassen, ja, dass es Erfahrungen gibt, die sich nicht einmal sofort verstehen lassen, weil sie uns überfordern, weil sie alles das außer Kraft setzen, was sonst gilt, weil sie alle Erwartungen an das, was Menschen einander antun können, übersteigen – das ist ungeheuerlich. (...)

Oberpfalzmedien. Leseranwalt Jürgen Kandziora: "Die Totengräber-Wirklichkeit ist eben keine heile Welt"  Manchmal trifft die Sprache der Berichterstattung nicht jedermanns Geschmack. Eine Überschrift machte deutlich, dass es um ein ungewöhnliches und heikles Thema ging: "Tote in Gruften und Skelette im Erdreich: Die Totengräber von Sulzbach-Rosenberg". Und Text ließ erahnen, was auf die Leser in einer Mini-Serie zukommen sollte: "Drei Stunden lang erzählten der Chef und seine Mitarbeiter in schauriger Detailtreue über die Arbeit auf drei Friedhöfen. Schnell wird klar: Fast alles in dem Beruf dreht sich um Tod und Sterben, Leichen und Knochen, Särge und Gruften, Angst und Grusel-Momente." Selbst dem Reporter lief mehrfach ein kalter Schauer über den Rücken ...

Main-Post. Leseranwalt: "Über die Gefahr, russische Menschen pauschal zu verunglimpfen"  Ja, der Krieg in der Nähe geht uns nahe. Das trägt die Gefahr von Verzerrungen in der Bewertung in sich. Etwa, wenn jetzt der Krieg als etwas charakterisiert wird, was eigentlich in armen Ländern passiert, aber nicht in Europa. Das zeigt Jon Allsop im "journalism review "der Columbia University in New York auf: Er zitiert Beispiele ... Und der Beitrag über Zerstörungen. Ein empfindsamer Leser erkennt einen störenden Konflikt dazu in der Zeitung. 

Wilhelmshavener Ztg../Jeversches Wochenblatt. OmbudsNews, Helmut Burlager: "Die nackte Frau am schwarzen Brett"  Ich kenne nur wenige Redaktionen, die noch nie mit dem Presserat zu tun hatten, und noch weniger Redakteure, denen eine Sanktion durch den Presserat egal wäre. Die Bild-Zeitung ist dafür bekannt, dass sie auf Rügen nicht reagiert und sie nicht abdruckt. Die Redaktionen des Brune-Mettcker-Verlages orientieren sich am Pressekodex und halten sich an rechtliche Bestimmungen. Und doch haben sie es in der Vergangenheit hier und da mit dem Presserat oder auch mit Anwälten zu tun bekommen. Ich erinnere mich an einen Fall ...

Augsburger-Allgemeine. Daniel Wirsching interviewt Vertreterin des Presserates und Medien-Ethiker: "Wie umgehen mit Schockbildern vom Krieg aus der Ukraine"  Christian Schicha: "Fotos von Opfern des Krieges zu zeigen, ist grundsätzlich angemessen, um das Grauen des Krieges zu dokumentieren. Gleichwohl ist darauf zu achten, dass diese Menschen nicht zu identifizieren sind, um die Opfer und ihre Angehörigen zu schützen." Sonja Volkmann-Schluck: "Grundsätzlich gilt zwar: Opfer dürfen durch ihre Abbildung nicht zum zweiten Mal zum Opfer werden. Andererseits haben Kriegsfotos oft eine große politische Dimension. Wenn der zeitgeschichtliche Wert eines Fotos überwog, hat der Presserat deshalb Abbildungen von Kriegsopfern immer wieder auch als presseethisch in Ordnung bewertet."

Freie Uni Berlin. Dr. Anna Litvinenko, Prof. Dr. Margreth Lünenborg und Prof. Dr. Carola Richter: "Journalismus im Krieg verlangt von Medienschaffenden enormes Verantwortungsbewusstsein"   Ihrem Verantwortungsbewusstsein. würden Medienschaffende in Deutschland überwiegend gerecht, doch gebe es auch ethische Defizite und Unachtsamkeiten in der Berichterstattung. Dr. Anna Litvinenko, Expertin für osteuropäische und russische Medien, Prof. Margreth Lünenborg, Professorin für Journalistik und Prof. Dr. Carola Richter, Professorin für Internationale Kommunikation, stellten ihre Beobachtungen der Veröffentlichungen und Informationen seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine vor und mahnten zu noch mehr Besonnenheit der Medienschaffenden. Sie sehen zunehmend die Gefahr, dass ein antirussisches Feindbild die Berichterstattung präge, über das pauschal alle Russinnen und Russen verunglimpft würden.

Acht Empfehlungen der Wissenschaftlerinnen: "Für einen verantwortungsvollen Journalismus im Krieg"  Verantwortungsvolle Kriegsberichterstattung statt Anti-Russland-Journalismus, Nationalistische Parteinahmen vermeiden ...

Main-Post. Leseranwalt: "Nach den den Schwarz-Weiß-Fotos von Olympia in der Zeitung fordern Leser weitere Konsequenzen"  Von den Olympischen Spielen hat die Main-Post nur Schwarz-Weiß-Fotos veröffentlicht. Das war ein Protest gegen chinesische Menschenrechtsverletzungen. Warum wird Putin nun aber in Farbe gezeigt, fragen Leser. Was die Redaktion dazu erklärt und welche Konsequenzen folgen. 

Wilhelmshavener Ztg../Jeversches Wochenblatt. OmbudsNews, Helmut Burlager: "Wenn Zeitungen das Papier ausgeht"  Eine Samstagausgabe mit acht gedruckten Seiten weniger. Noch hatten die Leser der Wilhelmshavener Zeitung, des Jeverschen Wochenblatts und der anderen in Oldenburg gedruckten Blätter gar keine Möglichkeit, sich darüber zu beschweren, denn das war heute eine Premiere. Seit Monaten sitzt allen Zeitungsdruckern das Thema Papierknappheit schwer im Nacken. Glücklich, wer sich bevorratet hat. Doch drei Monate später hat sich die Situation nicht geändert, sondern verschlechtert, auch die letzten Druckereien laufen leer...

Main-Post. Leseranwalt: "Warum beim 'Schlagabtausch' im Netz Kontrahenten unerkannt bleiben dürfen"  Für Diskussionen in Internet-Foren wird nicht der Maßstab angelegt, der für Leserbriefe in der Zeitung gilt. Erklärungen für einen Leser, der Klarnamen gefordert hat und den ich enttäuschen muss. Der Umgang mit Meinungsäußerungen im digitalen Forum wird dem für Leserbriefe in der Main-Post nicht angepasst. Lesen Sie warum. 

 

Main-Post. Leseranwalt: "Warum fragende Überschriften nicht für Klein-Erna entstehen"  Wie, Wo, Wer, Was, Warum - solche "W-Fragen" seien ihm in der Zeitung seit langem ein Dorn im Auge, schreibt mir Leser C.W.. Er fühle sich dabei auf Grundschulaufsatz-Niveau versetzt, nach der Art "Wie Klein-Erna in den Ferien im Zoo war". Das gelte ebenso für W-Zwischentitel in den Texten, die Erwartungen weckten, aber nicht erfüllten. Dafür gibt es eine Erklärung ...

Wilhelmshavener Ztg../Jeversches Wochenblatt. OmbudsNews, Helmut Burlager: "Gehört der Italiener in die Zeitungsüberschrift"  Ob Journalisten, wenn sie über Straftaten berichten, die Nationalität von Verdächtigen erwähnen dürfen – das ist eine ewige Streitfrage. Eine Leserin hat sich mit diesem Thema an den Ombudsmann gewandt. Grund war die Schlagzeile auf der Titelseite am 23. Februar: „Italiener rammt Kollegen ein Messer ins Herz“. Hier Entscheidung und Begründung. Siehe auch: 

https://lokal26.de/wilhelmshaven/kolumne-vom-ombudsmann-gehoert-der-italiener_a_51,6,1331412158-blocked.html

Main-Post. Leseranwalt: "Wenn die 'Spaltung' in der Schlagzeile den Trennungsgrundsatz trifft"  Meinung von Nachricht zu trennen ist ein oft eingefordertes journalistisches Gebot. Ein Leser hat Passagen im Bericht über die Parlamentsdebatte zur Impfpflicht zurecht kritisiert. Ich vermisse darin die notwendige mediale Transparenz. Lesen Sie was im Journalismus nötig bleibt, denn es ist wichtiger denn je.

Sächsische Zeitung. Ombudsmann Olaf Kittel: "Was können wir tun gegen den Hass?" Ein Thema, das aktuell geblieben ist. Kritische Debatten zwischen Lesern und Redaktion sind dringender denn je, aber das Klima ist oft vergiftet. Wie können Diskussionen sachlicher geführt werden? Eine Erklärung, wie wir das hinbekommen können.

Main-Post. Leseranwalt: "Über die Wirkung von namenlosen PR-Texten"  PR-Texte sollten nicht wie redaktioneller Inhalt wirken können, selbst wenn man das in den Ämtern, in denen sie entstanden sind, wohl klaglos hinnimmt. Was Leserinnen und Leser dabei erwarten und Pressestellen verbessern können. Ein Weg zu mehr Ehrlichkeit.

Main-Post. Leseranwalt: "Ein Lang-Lkw, der sich in voller Länge in der Zeitung verfahren hat"  Auf Fragen nach Schwächen der Redaktion verweise ich nicht zum ersten Mal auf unzureichende Darstellungen von Pressemitteilungen auf Lokalseiten. Oft ist in Artikeln nicht klar kenntlich gemacht, wie viele der Aussagen darin tatsächlich aus einer Pressestelle gekommen sind. Zuweilen sind es nämlich alle. Leserinnen und Leser können das bestenfalls ahnen, dann wenn diese Herkunft nur für einzelne Informationen offenbart ist. Ein Beispiel ...

Wilhelmshavener Ztg./Jeversches Wochenblatt. OmbudsNews, Helmut Burlager: "Wenn Päpste sterben" Zeitungen und Aktualität – das passt nicht wirklich zusammen. Ich erzähle gerne eine Geschichte, wenn es um Aktualität geht. Denn sie zeigt, dass Schnelligkeit in der Berichterstattung immer von verschiedensten Umständen abhängt. Päpste sterben immer nachts ...

Helmut Burlager (65) ist Ombudsmann des Brune-Mettcker-Verlages mit den Tageszeitungen Wilhelmshavener Zeitung und Jeversches Wochenblatt. Er vermittelt im Konfliktfall zwischen Lesern und Redaktion. Ob Fragen, Kritik oder Beschwerden, melden Sie sich gerne unter bm.ombudsmann(at)outlook.com.

Sächsische Zeitung. Transparenz-Blog: "So arbeiten wir bei Sächsische.de"  Journalismus braucht Offenheit. Ein Nachrichtenportal braucht Leser, die ihm vertrauen. An dieser Stelle erklären wir deshalb unsere Arbeit. Ein tiefer Einblick in den Umgang der Redaktion mit den täglichen Herausforderungen. Es geht unter anderem um den Anspruch auf Neutralität, die Trennung von Meinung und Nachricht, um den Ombudsmann und um die Frage, wann Journalismus tendenziös ist.

Süddeutsche Ztg./TransparenzBlog. Claudio Catuogno: "Wie die SZ von den Olympischen Spielen berichtet" Überwachung trifft auf Omikron: Die SZ wird in den kommenden Wochen beides in den Fokus rücken – die Dramatik der Wettbewerbe und die zweifelhaften Rahmenbedingungen, unter denen all das stattfindet. Die SZ wird versuchen, diese Spiele abzubilden, ohne sich mit ihnen gemein zu machen. Viele Themen werden keine Freude machen, das Lesen hoffentlich trotzdem.

Main-Post. Leseranwalt: "Wie die Kritik eines Lesers zu neuen Fotos geführt hat"  Es kann sich lohnen, die Redaktion sachlich auf Dinge hinzuweisen, die sie besser machen kann. Das zeigt das Beispiel von Leser A. M. vorbildlich. Er hatte mir schriftlich und bildlich mitgeteilt, was ihn stört: Zwischen 21. und 27. Januar war zu drei groß aufgemachten Artikeln dreimal das gleiche Fotomotiv erschienen – zweifach im Würzburger Lokalteil, einmal am 25. Januar in der gesamten Zeitung. Lesen Sie der Erklärung seines Erfolges.

Wilhelmshavener Zeitung / Jeversches Wochenblatt. Helmut Burlager: "Ein Anwalt für die Leser" Jeder Anruf, jeder Brief, jede Mail wird ernstgenommen und beantwortet. Um den steten Meinungsaustausch noch zu fördern und im einen oder anderen Fall zwischen widerstreitenden Interessen zu vermitteln, wird der Brune-Mettcker-Verlag einen Weg gehen, den auch andere Verlage schon erfolgreich beschritten haben. Ab sofort wird es einen Medien-Ombudsmann geben.

Main-Post. Leseranwalt: "Vom 'Jungspund' Friedrich Merz und von Schwächen einer Überschrift" Leserinnen und Leser, ob über oder unter 65 Jahre alt, können auch mal einen interpretierbaren Titel in der Zeitung verkraften. Es geht um Erinnerung, um die Veränderung eines Trends und um ein bisschen Ironie.

Friedrich-Ebert-Stiftung. Maren Urner: "Konstruktiver (Lokal-) Journalismus"  Was der Journalismus von den Neurowissenschaften lernen kann. Die zentrale Aufgabe des Journalismus ist nicht nur die Suche und Bereitstellung von Informationen, sondern vor allem ihre Auswahl und Einordnung. Damit das besser gelingt und nicht in einer allgegenwärtigen Überforderung endet, sollten Medienschaffende zentrale Erkenntnisse aus der Psychologie und den Kognitionswissenschaften in ihrer Arbeit berücksichtigen. 

Main-Post. Leseranwalt: "Worüber Demonstranten oder 'Spaziergänger' im Bilde sein sollten" Wer seine Versammlungsfreiheit öffentlich wahrnimmt, kann in Medien sichtbar werden. Eine Folge der Begegnung von Rechten. Eine aktuell notwendige Aufklärung, die nicht von der Wahrnehmung von Grundrechten abschrecken soll.

Terra Xplore: Jasmina Neudecker: „Gendern" – ein absolutes Reizthema. Terra Xplore stellt sich aber nicht die Frage OB man es tun sollte, sondern WIE. Denn es gibt eine überraschende Idee, die klingt wie ein Scherz. Ob es absurd ist, oder eine ernstzunehmende Chance für eine gerechte Sprache. Hört und schaut Euch das Video ein Viertelstündchen an, schmunzelt und bleibt auf jeden Fall entspannt, liebe Freundys der Medien-Ombudsleute.

Main-Post. Leseranwalt: "Über einen falschen Eindruck im Bericht aus dem Gemeinderat" Eine betroffene Leserin weißt darauf hin: Der Berichterstatter war nicht in der Sitzung. Vor allem: Die Nennung ihres Namens im Gemeinderatsbericht war nicht gerechtfertigt. Die Gründe dafür, warum der Name gelöscht wurde.

Main-Post. Leseranwalt: "Warum es für den Corona-Diskurs gut ist, Zerreißproben zu bestehen" So manchem Leser missfallen Bewertungen, die in Sachen Corona-Impfung nicht ihrer Meinung und Haltung entsprechen. Wie umgehen mit anderen Ansichten? Etwa die: Die Zeitung nehme Bewegungen nicht ernst, die unsere Demokratie missachten. 

Main-Post. Leseranwalt: "Warum Täter meist namenlos bleiben, Richter aber nicht" Nach einer Berichterstattung aus dem Gerichtssaal ermahnt ein Leser die Redaktion, sie solle nicht nur den Täterschutz, sondern auch den Opferschutz ernst nehmen. Grundsätzlich hat er Recht. Aber im speziellen Fall nicht. 

Main-Post. Leseranwalt: "Wenn Erpressung durch die Staatsregierung nicht als Straftat gilt" Corona-Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung wurden in einem Leitartikel mit einem strafrechtlichen Begriff bewertet. Das kritisiert ein Leser. Dazu gibt es eine Erklärung und Urteile des Bundesverfassungsgerichts, das sich schon gegen eine Verengung des Meinungsbildungsprozesses ausgesprochen hat. 

Main-Post. Leseranwalt: "Warum 'false balance' in Medizin-Berichten unverantwortlich ist" Der Mehrzahl von Epidemiologen und Virologen zu misstrauen, dazu habe ich jedenfalls keine Veranlassung und nicht die Kompetenz. Was wohl für viele Journalistinnen und Journalisten gilt, die der Gefahr einer falschen Ausgewogenheit widerstehen.

CORRECTIV. Jonathan Sachse zur Ippen-Affäre: "So beeinflussen Verleger die Berichterstattung im Lokaljournalismus"  Der Verleger Dirk Ippen stoppte eine Recherche über den Ex-Bild-Chef Julian Reichelt. Auch im Lokaljournalismus ist das offenbar kein Einzelfall. Zahlreiche Reporterinnen und Reporter aus verschiedenen Lokalzeitungen berichten gegenüber CORRECTIV.Lokal von redaktionellen Eingriffen durch ihre Geschäftsführung.

Main-Post. Leseranwalt: "Journalistische Genauigkeit sollte nicht von Viren befallen werden" Eine Leserin hält fest: Die Pandemie ist nicht Auslöser verschiedenster Missstände. Ein weiterer Leser vermisst bei einer Überschrift die nötige Sorgfalt. Wenn der Virus in den Redaktionen zur täglichen Routine geworden ist, passiert auch mal was, was nicht passieren sollte.

ZACKBUM.ch. Auf dem Strich, von René Zeyer: "Bezahlter und redaktioneller Inhalt: immer strikt getrennt. Pustekuchen" Wenn ein Medium den Schwurfinger erhebt und den treuen Augenaufschlag probt, dann bei diesen beiden Versprechen: Niemals beeinflusst der Inserent den redaktionellen Inhalt. Redaktionelle Unabhängigkeit über alles. Ein medienkritischer Blick in die Schweiz. Nur in die Schweiz?

Main-Post. Leseranwalt: "Ein journalistisches Bekenntnis zum Lockdown ist keine Meinungsmache" Eine Journalistin versuche, subtil Meinung zu machen, kritisiert Leser R.B. den veröffentlichten Samstagsbrief einer Redakteurin an Professor Überla, einem Mitglied der Ständigen Impfkommission. Überla, so R.B., werde vordergründig für seine Meinung zu Lockdown-Maßnahmen gelobt, aber eigentlich fordere die Autorin schärfere Maßnahmen. Die begründe sie mit stark übertriebenen Horrorszenarien, meint R.B.. Doch die Redaktion beabsichtigt mit dieser seltenen journalistischen Stilform etwas anderes...

Main-Post. Leseranwalt: "Was Glaubwürdigkeit für Journalismus ausmacht" Vertrauen Sie dieser Zeitung? Und wenn ja, wieso? Auf diese Fragen bringt mich der Journalistik-Student Roman Winkelhahn von der TU-Dortmund durch seine Bachelorarbeit, in der es um Medienvertrauen geht. Einige Ergebnisse daraus entnehme ich einer Veröffentlichung im Europäischen Journalismus-Observatorium. Darin wird auch aufgezeigt, warum die erwähnten Fragen für die Erforschung von Medienvertrauen nicht tauglich sind, denn eigentlich sollte es um Glaubwürdigkeit gehen.

Main-Post. Leseranwalt: "Wenn heftige Leserkritik in Redaktionen auf der Strecke bleibt" Der Absender eines Leserbriefs, der nach Entscheidung einer Lokalredaktion nicht veröffentlicht wurde, hat die Redaktion in Sachen Unterdrückung von Meinungsfreiheit auf eine Stufe mit Russland, Weißrussland und China gestellt. Das lässt das Ausmaß seiner Verärgerung über die abgelehnte Veröffentlichung ahnen. Gelegenheit, um dazu rechtliche und publizistische Grundsätze zu erklären.

Main-Post. Leseranwalt: "Wie das Streben nach Gewissheit für Journalisten zur Schwäche wird"  Gerade in der Corona-Pandemie berichten Journalisten regelmäßig über neueste Forschungsergebnisse. Studien lassen erkennen, welche Probleme dabei auftreten können. Die Kommunikationswissenschaftlerin Senja Post hat sie in einem Vortrag vor der Vereinigung der Medien-Ombudsleute erklärt. Sie lässt Unterschiede erkennen, zwischen journalistischen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

 

Main-Post. Leseranwalts Lesempfehlung: "Damit es im Gehirn 'Plopp' macht" Die Autorin Maren Urner will, dass wir schädliche Funktionen unseres Gehirns nicht länger belohnen. Mit wissenschaftlichen Erkenntnissen will sie uns aus der Dauerkrise helfen. Nehmen Sie also Ihr Gehirn in die Hand. Urner sagt Ihnen wie und warum und noch viel mehr ...

Main-Post. Leseranwalt in eigener Sache: "Warum es ein Vorzug ist, wenn es einen Leseranwalt gibt" Antwort an einen Mann, der dafür plädiert, die wöchentliche Leseranwalt-Kolumne in der Zeitung durch mehr Leserstimmen zu ersetzen. Zu dem Thema kann am Dienstag, 26.10.2021, 17 Uhr, auch die Chefredaktion der Main-Post befragt werden. 

Main-Post. Leseranwalt: "Meine parteiische Stellungnehme zum Gendern" Ein Leser kann sich nicht an die seit Juli für die Redaktionen dieser Zeitung geltende, vorsichtig angepasste Sprach-Regelung gewöhnen. Ihm missfällt "Leser und Leserinnen". Ein Erklärungsversuch.

Mindener Tageblatt. Benjamin Piel in eigener Sache: "Zeitung wegen Papiermangels vorerst in reduziertem Umgang" Auch der Verlag Bruns steht vor Herausforderungen. Denn es ist innerhalb der zurückliegenden Wochen immer schwerer geworden, an Papier zu kommen. Die Lieferanten haben ihre Zusagen zurückgezogen, der Markt ist leer gefegt. Piel schreibt, dass das Wichtigste unberührt bleibt ...

Main-Post. Leseranwalt: "Gedanken zum Einfluss von Zeitungen auf Wählerinnen und Wähler"  Ein Leser stört sich daran, dass ein Interview mit CSU-Chef Markus Söder "nur" elf Tage vor der Bundestagswahl veröffentlicht wurde. Zu nah am Termin? Und mit welcher Wirkung?

 

Main-Post. Leseranwalt: "Auch gegen Verzweiflung kann die Impfung wirken" Antwort an einen Mann, der mir von seinen schlechten Erfahrungen mit Ärzten und von eingeschüchterten Menschen schreibt.

Oberpfalzmedien. Leseranwalt: "Laschets Gesichter" Es ist manchmal so eine Sache mit den Politikerfotos. Ein patschnasser Armin Laschet, der im Regen steht – einem Leser wollte dies gar nicht recht gefallen: „Wieder einmal wird mit Bildern Stimmung gegen einen Politiker gemacht.“

Main-Post. Leseranwalt: "Wann eine Bewertung von Kandidatenaussagen vor der Wahl nötig ist"  Bewertungen sind Teil des Journalismus und derzeit gerade bei Vorstellungen von Kandidatinnen und Kandidaten, die sich um ein Bundestagsmandat bewerben, gefragt. Da bedarf es eben mehr als nur einer puren Verbreitung ihrer Wahlkampf-Aussagen. 

Main-Post. Leseranwalt: "Erinnern geht besser ohne die Namensnennung von Terroristen" Im Zuge der Berichterstattung über das Attentat von Oslo 2011 wurde der Name des Täters mehrfach genannt. Warum das problematisch ist und wie die ARD-Tagesthemen damit besser umgegangen sind.

Oberpfalzmedien. Leseranwalt: "Die Skepsis eines Lesers"  Unsere Berichterstattung sei oft nicht neutral und nicht ausgewogen, beklagt ein Leser. Er nennt Beispiele, die nicht nur ihm sauer aufstoßen würden und meint damit Vorgänge, die seiner Meinung nach verschwiegen worden sind.

Main-Post. Leseranwalt: "Ein veröffentlichtes Foto mit Schönheitsfehler" Pressefotografen sind meist in der Öffentlichkeit unterwegs. So konnte eine Leserin zur Zeugin einer Aufnahmesituation und dem daraus folgenden Versäumnis werden. 

Main-Post. Leseranwalt: "Warum dem Journalismus mehr wissenschaftlicher Geit zu wünschen ist"  Eine Überschrift hat das Ergebnis einer Studie bewertet - und ging zu weit. Die Kritik eines Lesers ist berechtigt, meint der Leseranwalt. Denn es geht um Grundsätzliches.

 

Main-Post. Leseranwalt: "Wie ein Reizwort eine Sportart negativ behaftet hat"  Warum wird in Berichten über einen Vergewaltigungsprozess immer wieder betont, dass der Angeklagte Kickboxer ist? Eine Leserin kritisiert, dass so Klischees bedient wurden. So, dass daraus ein Framing geworden ist.

Main-Post: Leseranwalt: "Was bei Leserbrief-Kürzungen entscheidend ist" Ein Leserbrief-Schreiber kritisiert, dass sein Brief in der Zeitung "verfälscht" veröffentlicht wurde. Hier wird erklärt, welche verbindlichen Regeln für die Bearbeitung von Leserbriefen in der Redaktion gelten. Außerdem: Ein Angebot zum digitalen Gespräch über Kriterien bei Kürzungen.

Süddeutsche-Transparenz-Blog: Leseranwalt: "Warum muss sich Hubert Aiwanger Kritik an seiner persönlichen Haltung zur Corona-Impfung gefallen lassen?" Der neue SZ-Leseranwalt Tom Soyer mit einer Erklärung zur Meinungs- und Kritikfähigkeit und die besondere Rolle von Menschen in öffentlichen Ämtern. 

Main-Post. Leseranwalt: "Warum die Mahnung aus der Geschichte wach bleibt" An den 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion wurde in der Zeitung nur in einer kleinen Meldung erinnert. Ein langjähriger Leser vermisste einen umfassenden Beitrag. Eine Antwort darauf.

Main-Post. Leseranwalt: "Was nicht im eigenen Garten-Pool ersäuft werden darf" Über einen Artikel, in dem die bedenkliche Grundwasser-Situation gänzlich übersehen wurde. Auch dank einer kritischen Leserin soll das Thema nun erneut aufgegriffen werden. Die Erkenntnis: Mancher dpa-Beitrag braucht einen "regionalen Rettungsring".

Main-Post. Leseranwalt: "Warum das Bild von Eriksens Freundin besser nicht gezeigt worden wäre"  Millionen Menschen sahen zu, als Christian Eriksen im Stadion zusammenbrach. Der Rettungseinsatz wurde abgeschirmt, aber von der entsetzten Freundin wurde ein Bild wahrscheinlich in vielen Zeitungen veröffentlicht. Warum das keine gute Entscheidung war.

Main-Post. Leseranwalt: "Was die Mediennutzung mit der Impfbereitschaft zu tun hat" Britische Wissenschaftler haben Zusammenhänge herausgefunden. Sie können sich auch selbst testen und darüber mit dem Leseranwalt reden. 

Main-Post. Leseranwalt: "Was ein doppelt erschienener Leitartikel zeigt"  Wieso wird ein Leitartikel ein paar Tage später noch einmal gedruckt? Die Suche nach der Ursache führt auch nach Augsburg. Der Leseranwalt lädt dazu am 8. Juni zum Gespräch.

Main-Post. Leseranwalt: "Wie digitale Daten bei der Auswahl von Nachrichten helfen" Aus der Vielzahl von Nachrichten die relevantesten auszuwählen, ist eine wichtige Aufgabe von Redakteuren. Die Auswahl gefällt nicht allen. Nach welchen Kriterien entschieden wird.

Main-Post. Leseranwalt: "Vom öffentlichen Interesse am Nichtöffentlichen" Warum es wichtig ist, dass Ratsmitglieder Journalisten auch aus nichtöffentlichen Sitzungen informieren können, ohne namentlich genannt zu werden.

Europäisches Journalismus Oberervatorium. Tobias Rohrbach: "Ob Stern oder Doppelpunkt - man kann sich daran gewöhnen" Die gendergerechte Sprache hat sich längst als irreversibler Teil der gesellschaftlichen und sprachlichen Realität etabliert. Zur Debatte steht nur noch, welche Formen sich wie durchsetzen werden und sollen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Medien. In der Schweiz haben kürzlich RTS und SRF Leitlinien veröffentlicht – mit teils überraschenden Lösungen. Befunde und Beobachtungen aus Wissenschaft und Forschung.

Frankenpost. Leseranwältin: "Von Leserinnen, Leserbriefen und dem Gendern" Bis auf Weiteres gilt für unsere Redaktion: Wir gendern gar nicht, wenn man davon absieht, dass wir oft die weibliche und männliche Form nehmen. Das sehen wir als höflich an, halten das aber nicht im ganzen Text durch – der Lesbarkeit und des Textverständnisses wegen.

ÜBERMEDIEN. Holger ruft an: "Wie vergiftet ist das Klima in den Redaktionen?" Holger Klein spricht mit Eva Hoffmann und Pascale Müller, die für das „Medium Magazin“ zusammengetragen haben, was ihnen Journalist*innen aus vielen verschiedenen Redaktionen berichtet haben: über Belästigungen, Machtmissbrauch, Sexismus und Rassismus.

Deutschlandfunk. Lutz Kinkel: "Kritik am 'Pressekodex' der Polizei in Baden Württemberg" Es fehlt unter anderem als „vordringlichste Aufgabe“ der Polizei, die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten bei Demos zu ermöglichen und auch zu schützen.

Main-Post. Leseranwalt: "Wider die Windschutzscheiben-Perspektive in Polizeimeldungen". Es geht auch um das Bewusstsein für die Mobilitätswende.

Main-Post. Leseranwalt: "Während der Ausgangssperre - unterwegs für ein Uranliegen"

Was man in der Woche der Meinungsfreiheit auch wissen sollte.

Institut für Medienverantwortung. Eine Woche Transparenz - in der Woche der Meinungsfreiheit

Medien sollen die Entstehung ihrer Beiträge kurz zu erläutern. Denn mehr Transparenz beim journalistischen Arbeiten macht die Qualität der Medienprodukte besser einschätzbar.

Meedia. Marlis Prinzing/Florian Meißner: "Corona-Berichterstattung: So unterscheidet man Panikmacher von seriösen Warnern" Die Kölner Kommunikationswissenschaftler leiten aus Studienbefunden und Ethik fünf Punkte ab, an denen man seriöse Warner erkennt.

Nomos eLibrary. Philip Baugut/Katharina Neumann: "Journalistische Verantwortungsethik und sexueller Missbrauch" Eine Untersuchung der Perspektive von Betroffenen auf Journalist*innen und deren Berichterstattung.

Reporter ohne Grenzen. Schutzkodex für Journalist*innen gegen Bedrohungen und Gewalt vorgestellt. Möglichst viele Medienhäuser sollen im Sinne ihrer Mitarbeiter*innen der Initiative beitreten und den Kodex annehmen. 

Main-Post. Leseranwalt: Wie die Baskets zum Osterlamm geworden sind. Journalist auf Abwegen.

BDZV. Studie Zeitungsqualitäten 2021. Gut jeder dritte Zeitungsleser (37%) nutzt E-Paper, von den 14- bis 29-Jährigen tun es sogar 57 Prozent. Vor allem für junge Leute ist die Zeitung zunehmend digital. 

Europäisches Journalismus Observatorium. Marlis Prinzing: Problemzone Ost. Der Osten Deutschlands hängt sich laut einer Studie von Lutz Mükke medial ab. Das ist ein weiteres Alarmzeichen für die Medien, endlich mehr hinzuhören und zu den Menschen zu gehen.

Dazu auch: Roman Winkelhahn: Ost-West-Denken bei deutschen Medien? "Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik ging der SED-Medienbesitz gemäß Einigungsvertrag in die Verwaltung der Treuhandanstalt über. So begann das, was Lutz Mükke als 'einmaligen, maximal brachialen Kahlschlag' und 'verheerenden Exodus intellektuellen Lebens' in Ostdeutschland bezeichnet: die Privatisierung der Ost-Medien."

Uni Mainz mit Studie 2020. Vertrauen in Medien steigt am Ende des Corona-Jahres 2020, einzelne Mediengattungen profitieren davon allerdings kaum. Zustimmung zu „Lügenpresse“-Vorwurf in Mainzer Langzeitstudie bisher auf niedrigstem Stand – Mehrheit zufrieden mit Corona-Berichterstattung, ein Viertel hält sie jedoch für übertrieben und vermisst Informationen

Unterstützt von der VDMO. Journalismus macht Schule. Nachrichtenkompetenz lehren, Medienkompetenz lernen. Journalisten können sich für Besuche von Schulklassen melden.

Wie wichtig eine medienethische Grundbildung ist, zeigen aktuelle Online-Phänomene wie „Hate Speech“, „Shitstorms“ und „Fake News“. Als Konsequenz fordert u. a. der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen eine „redaktionelle Gesellschaft“, also eine Gesellschaft, in der medienethisches Grundwissen ein wichtiger Aspekt der Allgemeinbildung ist und für die Allgemeinheit zugänglich ist. In diesem sechsteiligen Kurs erwerben Sie medienethische Fach- und Methodenkompetenzen, die für eine ethisch-verantwortungsvolle aktive Teilhabe am digitalen (Kommunikations-)Raum notwendig sind.
Anbietende Hochschule: Uni Erlangen-Nürnberg (FAU), HfPh München, KU Eichstätt-Ingolstadt