#VDMO
Vereinigung der Medien-Ombudsleute

Ausgesucht: aktuell und kritisch

Main-Post. Leseranwalt: "Was Glaubwürdigkeit für Journalismus ausmacht" Vertrauen Sie dieser Zeitung? Und wenn ja, wieso? Auf diese Fragen bringt mich der Journalistik-Student Roman Winkelhahn von der TU-Dortmund durch seine Bachelorarbeit, in der es um Medienvertrauen geht. Einige Ergebnisse daraus entnehme ich einer Veröffentlichung im Europäischen Journalismus-Observatorium. Darin wird auch aufgezeigt, warum die erwähnten Fragen für die Erforschung von Medienvertrauen nicht tauglich sind, denn eigentlich sollte es um Glaubwürdigkeit gehen.

Main-Post. Leseranwalt: "Wenn heftige Leserkritik in Redaktionen auf der Strecke bleibt" Der Absender eines Leserbriefs, der nach Entscheidung einer Lokalredaktion nicht veröffentlicht wurde, hat die Redaktion in Sachen Unterdrückung von Meinungsfreiheit auf eine Stufe mit Russland, Weißrussland und China gestellt. Das lässt das Ausmaß seiner Verärgerung über die abgelehnte Veröffentlichung ahnen. Gelegenheit, um dazu rechtliche und publizistische Grundsätze zu erklären.

Main-Post. Leseranwalt: "Wie das Streben nach Gewissheit für Journalisten zur Schwäche wird"  Gerade in der Corona-Pandemie berichten Journalisten regelmäßig über neueste Forschungsergebnisse. Studien lassen erkennen, welche Probleme dabei auftreten können. Die Kommunikationswissenschaftlerin Senja Post hat sie in einem Vortrag vor der Vereinigung der Medien-Ombudsleute erklärt. Sie lässt Unterschiede erkennen, zwischen journalistischen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

 

Main-Post. Leseranwalts Lesempfehlung: "Damit es im Gehirn 'Plopp' macht" Die Autorin Maren Urner will, dass wir schädliche Funktionen unseres Gehirns nicht länger belohnen. Mit wissenschaftlichen Erkenntnissen will sie uns aus der Dauerkrise helfen. Nehmen Sie also Ihr Gehirn in die Hand. Urner sagt Ihnen wie und warum und noch viel mehr ...

Main-Post. Leseranwalt in eigener Sache: "Warum es ein Vorzug ist, wenn es einen Leseranwalt gibt" Antwort an einen Mann, der dafür plädiert, die wöchentliche Leseranwalt-Kolumne in der Zeitung durch mehr Leserstimmen zu ersetzen. Zu dem Thema kann am Dienstag, 26.10.2021, 17 Uhr, auch die Chefredaktion der Main-Post befragt werden. 

Main-Post. Leseranwalt: "Meine parteiische Stellungnehme zum Gendern" Ein Leser kann sich nicht an die seit Juli für die Redaktionen dieser Zeitung geltende, vorsichtig angepasste Sprach-Regelung gewöhnen. Ihm missfällt "Leser und Leserinnen". Ein Erklärungsversuch.

Mindener Tageblatt. Benjamin Piel in eigener Sache: "Zeitung wegen Papiermangels vorerst in reduziertem Umgang" Auch der Verlag Bruns steht vor Herausforderungen. Denn es ist innerhalb der zurückliegenden Wochen immer schwerer geworden, an Papier zu kommen. Die Lieferanten haben ihre Zusagen zurückgezogen, der Markt ist leer gefegt. Piel schreibt, dass das Wichtigste unberührt bleibt ...

Main-Post. Leseranwalt: "Gedanken zum Einfluss von Zeitungen auf Wählerinnen und Wähler"  Ein Leser stört sich daran, dass ein Interview mit CSU-Chef Markus Söder "nur" elf Tage vor der Bundestagswahl veröffentlicht wurde. Zu nah am Termin? Und mit welcher Wirkung?

 

Main-Post. Leseranwalt: "Auch gegen Verzweiflung kann die Impfung wirken" Antwort an einen Mann, der mir von seinen schlechten Erfahrungen mit Ärzten und von eingeschüchterten Menschen schreibt.

Oberpfalzmedien. Leseranwalt: "Laschets Gesichter" Es ist manchmal so eine Sache mit den Politikerfotos. Ein patschnasser Armin Laschet, der im Regen steht – einem Leser wollte dies gar nicht recht gefallen: „Wieder einmal wird mit Bildern Stimmung gegen einen Politiker gemacht.“

Main-Post. Leseranwalt: "Wann eine Bewertung von Kandidatenaussagen vor der Wahl nötig ist"  Bewertungen sind Teil des Journalismus und derzeit gerade bei Vorstellungen von Kandidatinnen und Kandidaten, die sich um ein Bundestagsmandat bewerben, gefragt. Da bedarf es eben mehr als nur einer puren Verbreitung ihrer Wahlkampf-Aussagen. 

Main-Post. Leseranwalt: "Erinnern geht besser ohne die Namensnennung von Terroristen" Im Zuge der Berichterstattung über das Attentat von Oslo 2011 wurde der Name des Täters mehrfach genannt. Warum das problematisch ist und wie die ARD-Tagesthemen damit besser umgegangen sind.

Oberpfalzmedien. Leseranwalt: "Die Skepsis eines Lesers"  Unsere Berichterstattung sei oft nicht neutral und nicht ausgewogen, beklagt ein Leser. Er nennt Beispiele, die nicht nur ihm sauer aufstoßen würden und meint damit Vorgänge, die seiner Meinung nach verschwiegen worden sind.

Main-Post. Leseranwalt: "Ein veröffentlichtes Foto mit Schönheitsfehler" Pressefotografen sind meist in der Öffentlichkeit unterwegs. So konnte eine Leserin zur Zeugin einer Aufnahmesituation und dem daraus folgenden Versäumnis werden. 

Main-Post. Leseranwalt: "Warum dem Journalismus mehr wissenschaftlicher Geit zu wünschen ist"  Eine Überschrift hat das Ergebnis einer Studie bewertet - und ging zu weit. Die Kritik eines Lesers ist berechtigt, meint der Leseranwalt. Denn es geht um Grundsätzliches.

 

Main-Post. Leseranwalt: "Wie ein Reizwort eine Sportart negativ behaftet hat"  Warum wird in Berichten über einen Vergewaltigungsprozess immer wieder betont, dass der Angeklagte Kickboxer ist? Eine Leserin kritisiert, dass so Klischees bedient wurden. So, dass daraus ein Framing geworden ist.

Main-Post: Leseranwalt: "Was bei Leserbrief-Kürzungen entscheidend ist" Ein Leserbrief-Schreiber kritisiert, dass sein Brief in der Zeitung "verfälscht" veröffentlicht wurde. Hier wird erklärt, welche verbindlichen Regeln für die Bearbeitung von Leserbriefen in der Redaktion gelten. Außerdem: Ein Angebot zum digitalen Gespräch über Kriterien bei Kürzungen.

Süddeutsche-Transparenz-Blog: Leseranwalt: "Warum muss sich Hubert Aiwanger Kritik an seiner persönlichen Haltung zur Corona-Impfung gefallen lassen?" Der neue SZ-Leseranwalt Tom Soyer mit einer Erklärung zur Meinungs- und Kritikfähigkeit und die besondere Rolle von Menschen in öffentlichen Ämtern. 

Main-Post. Leseranwalt: "Warum die Mahnung aus der Geschichte wach bleibt" An den 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion wurde in der Zeitung nur in einer kleinen Meldung erinnert. Ein langjähriger Leser vermisste einen umfassenden Beitrag. Eine Antwort darauf.

Main-Post. Leseranwalt: "Was nicht im eigenen Garten-Pool ersäuft werden darf" Über einen Artikel, in dem die bedenkliche Grundwasser-Situation gänzlich übersehen wurde. Auch dank einer kritischen Leserin soll das Thema nun erneut aufgegriffen werden. Die Erkenntnis: Mancher dpa-Beitrag braucht einen "regionalen Rettungsring".

Main-Post. Leseranwalt: "Warum das Bild von Eriksens Freundin besser nicht gezeigt worden wäre"  Millionen Menschen sahen zu, als Christian Eriksen im Stadion zusammenbrach. Der Rettungseinsatz wurde abgeschirmt, aber von der entsetzten Freundin wurde ein Bild wahrscheinlich in vielen Zeitungen veröffentlicht. Warum das keine gute Entscheidung war.

Main-Post. Leseranwalt: "Was die Mediennutzung mit der Impfbereitschaft zu tun hat" Britische Wissenschaftler haben Zusammenhänge herausgefunden. Sie können sich auch selbst testen und darüber mit dem Leseranwalt reden. 

Main-Post. Leseranwalt: "Was ein doppelt erschienener Leitartikel zeigt"  Wieso wird ein Leitartikel ein paar Tage später noch einmal gedruckt? Die Suche nach der Ursache führt auch nach Augsburg. Der Leseranwalt lädt dazu am 8. Juni zum Gespräch.

Main-Post. Leseranwalt: "Wie digitale Daten bei der Auswahl von Nachrichten helfen" Aus der Vielzahl von Nachrichten die relevantesten auszuwählen, ist eine wichtige Aufgabe von Redakteuren. Die Auswahl gefällt nicht allen. Nach welchen Kriterien entschieden wird.

Main-Post. Leseranwalt: "Vom öffentlichen Interesse am Nichtöffentlichen" Warum es wichtig ist, dass Ratsmitglieder Journalisten auch aus nichtöffentlichen Sitzungen informieren können, ohne namentlich genannt zu werden.

Europäisches Journalismus Oberervatorium. Tobias Rohrbach: "Ob Stern oder Doppelpunkt - man kann sich daran gewöhnen" Die gendergerechte Sprache hat sich längst als irreversibler Teil der gesellschaftlichen und sprachlichen Realität etabliert. Zur Debatte steht nur noch, welche Formen sich wie durchsetzen werden und sollen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Medien. In der Schweiz haben kürzlich RTS und SRF Leitlinien veröffentlicht – mit teils überraschenden Lösungen. Befunde und Beobachtungen aus Wissenschaft und Forschung.

Frankenpost. Leseranwältin: "Von Leserinnen, Leserbriefen und dem Gendern" Bis auf Weiteres gilt für unsere Redaktion: Wir gendern gar nicht, wenn man davon absieht, dass wir oft die weibliche und männliche Form nehmen. Das sehen wir als höflich an, halten das aber nicht im ganzen Text durch – der Lesbarkeit und des Textverständnisses wegen.

ÜBERMEDIEN. Holger ruft an: "Wie vergiftet ist das Klima in den Redaktionen?" Holger Klein spricht mit Eva Hoffmann und Pascale Müller, die für das „Medium Magazin“ zusammengetragen haben, was ihnen Journalist*innen aus vielen verschiedenen Redaktionen berichtet haben: über Belästigungen, Machtmissbrauch, Sexismus und Rassismus.

Deutschlandfunk. Lutz Kinkel: "Kritik am 'Pressekodex' der Polizei in Baden Württemberg" Es fehlt unter anderem als „vordringlichste Aufgabe“ der Polizei, die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten bei Demos zu ermöglichen und auch zu schützen.

Main-Post. Leseranwalt: "Wider die Windschutzscheiben-Perspektive in Polizeimeldungen". Es geht auch um das Bewusstsein für die Mobilitätswende.

Main-Post. Leseranwalt: "Während der Ausgangssperre - unterwegs für ein Uranliegen"

Was man in der Woche der Meinungsfreiheit auch wissen sollte.

Institut für Medienverantwortung. Eine Woche Transparenz - in der Woche der Meinungsfreiheit

Medien sollen die Entstehung ihrer Beiträge kurz zu erläutern. Denn mehr Transparenz beim journalistischen Arbeiten macht die Qualität der Medienprodukte besser einschätzbar.

Meedia. Marlis Prinzing/Florian Meißner: "Corona-Berichterstattung: So unterscheidet man Panikmacher von seriösen Warnern" Die Kölner Kommunikationswissenschaftler leiten aus Studienbefunden und Ethik fünf Punkte ab, an denen man seriöse Warner erkennt.

Nomos eLibrary. Philip Baugut/Katharina Neumann: "Journalistische Verantwortungsethik und sexueller Missbrauch" Eine Untersuchung der Perspektive von Betroffenen auf Journalist*innen und deren Berichterstattung.

Reporter ohne Grenzen. Schutzkodex für Journalist*innen gegen Bedrohungen und Gewalt vorgestellt. Möglichst viele Medienhäuser sollen im Sinne ihrer Mitarbeiter*innen der Initiative beitreten und den Kodex annehmen. 

Main-Post. Leseranwalt: Wie die Baskets zum Osterlamm geworden sind. Journalist auf Abwegen.

BDZV. Studie Zeitungsqualitäten 2021. Gut jeder dritte Zeitungsleser (37%) nutzt E-Paper, von den 14- bis 29-Jährigen tun es sogar 57 Prozent. Vor allem für junge Leute ist die Zeitung zunehmend digital. 

Europäisches Journalismus Observatorium. Marlis Prinzing: Problemzone Ost. Der Osten Deutschlands hängt sich laut einer Studie von Lutz Mükke medial ab. Das ist ein weiteres Alarmzeichen für die Medien, endlich mehr hinzuhören und zu den Menschen zu gehen.

Dazu auch: Roman Winkelhahn: Ost-West-Denken bei deutschen Medien? "Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik ging der SED-Medienbesitz gemäß Einigungsvertrag in die Verwaltung der Treuhandanstalt über. So begann das, was Lutz Mükke als 'einmaligen, maximal brachialen Kahlschlag' und 'verheerenden Exodus intellektuellen Lebens' in Ostdeutschland bezeichnet: die Privatisierung der Ost-Medien."

Uni Mainz mit Studie 2020. Vertrauen in Medien steigt am Ende des Corona-Jahres 2020, einzelne Mediengattungen profitieren davon allerdings kaum. Zustimmung zu „Lügenpresse“-Vorwurf in Mainzer Langzeitstudie bisher auf niedrigstem Stand – Mehrheit zufrieden mit Corona-Berichterstattung, ein Viertel hält sie jedoch für übertrieben und vermisst Informationen

Unterstützt von der VDMO. Journalismus macht Schule. Nachrichtenkompetenz lehren, Medienkompetenz lernen. Journalisten können sich für Besuche von Schulklassen melden.

Wie wichtig eine medienethische Grundbildung ist, zeigen aktuelle Online-Phänomene wie „Hate Speech“, „Shitstorms“ und „Fake News“. Als Konsequenz fordert u. a. der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen eine „redaktionelle Gesellschaft“, also eine Gesellschaft, in der medienethisches Grundwissen ein wichtiger Aspekt der Allgemeinbildung ist und für die Allgemeinheit zugänglich ist. In diesem sechsteiligen Kurs erwerben Sie medienethische Fach- und Methodenkompetenzen, die für eine ethisch-verantwortungsvolle aktive Teilhabe am digitalen (Kommunikations-)Raum notwendig sind.
Anbietende Hochschule: Uni Erlangen-Nürnberg (FAU), HfPh München, KU Eichstätt-Ingolstadt